2. Webkonferenz zu Aubildung und PE in Zeiten des Online-Lernens am 18. August 2020

Expertentalk geht in die 2. Runde

Da die Resonanz auf unsere erste Webkonferenz ausnehmend positiv war, wird das EBZ dieses Format regelmäßig nutzen. So bereits am 18. August 2020 bei unserer zweiten Auflage der Webkonferenz: Ausbildung und Personalentwicklung in Zeiten des Online-Lernens".

Dass die Corona-Pandemie unsere Art zu Arbeiten nachhaltig verändert hat, lässt sich nicht abstreiten. Mit sich plötzlich verändernden Arbeitsbedingungen stellen wir ebenso einen Wandel unseres Arbeitsalltags fest. Meetings in digitalen Chaträumen und der Rückgriff auf digitale Tools lassen aber auch Fragen aufkommen: Welche Kompetenzen benötigen Ihre Mitarbeiter für die digitale Arbeitswelt? Wie können wir diese in Zukunft vermitteln? Was sind die Grundlagen für eine gelungene Führung aus dem Home Office? Aber auch: Wie kann der Vermietungsprozess für Mitarbeiter und Kunden „corona-sicher“ ablaufen?

In der zweiten Webkonferenz am 18. August von 10:00 bis 12:00 Uhr möchten wir und der AGV diese und weitere Fragen mit Ihnen diskutieren. Seien Sie mit dabei!

Unsere Themen

  • Erste Ergebnisse der Befragung zum Thema Online-Lernen
  • Schuljahresstart 20/21 - Förderung digitaler Kompetenzen am Berufskolleg
  • Homeoffice – Führen auf Distanz aus wissenschaftlicher Betrachtung
  • Future Skills und Lernen in der digitalen Arbeitswelt
  • Nachbarschaftshilfe in der Corona-Pandemie – Ergebnisse einer repräsentativen Befragung in Nordrhein-Westfalen – im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Arbeitsrechtliche und schulrechtliche Fragen: Corona-Prämie, Urlaubsrückkehrer, Ausbildung im Home-Office

Eine Auswahl der Referenten

  • Klaus Leuchtmann, Vorstandssitzender der EBZ - Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
  • Annegret Buch, Schulleiterin des EBZ Berufskollegs
  • Diana Ewert und Prof. Dr. Daniel Kaltofen, Rektorat der EBZ Business School
  • Prof. Dr. Tobias Keller, Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Management und Personalentwicklung an der EBZ Business School
  • Rüdiger Grebe, Leiter der EBZ Akademie
  • Prof. Dr. Torsten Bölting, Geschäftsführer der InWIS Forschung & Beratung GmbH
  • Prof. Dr. Michael Worzalla und Patricia Will, Arbeitgeberverband der Deutschen Immobilienwirtschaft

Im Vordergrund dieser Webkonferenz stehen Ihre Fragen, Sorgen und Wünsche. Unsere Bitte an Sie: Beantworten Sie im Vorfeld unsere kurze Umfrage zu diesem Thema, auch wenn Sie an der Webkonferenz nicht teilnehmen. Sollten Sie verhindert sein, senden wir Ihnen die Folien mit den Ergebnissen im Nachgang zu.

Neu: Fragen Sie nach und diskutieren Sie mit unseren Führungskräften in fachbereichsspezifischen Räumen über das Lernen in der digitalen Arbeitswelt. Diese werden im Anschluss an den Expertentalk innerhalb der Videokonferenz geöffnet.

Zur Umfrage und kostenfreien Anmeldung gelangen Sie unter e-b-z.de/onlinekonferenz. Die Zugangsdaten senden wir Ihnen anschließend per E-Mail zu.

Wir freuen uns auf Ihr Zuschalten und Ihre Beiträge!

 

 

 

Nachbericht der 1. Webkonferenz

Expertentalk von EBZ und AGV mit Ausbildern und Personalern

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Ausbildung und Personalentwicklung in der Immobilienbranche. Die Situation führt zu ganz neuen Erfahrungen und treibt neue Trends und Entwicklungen voran, die vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels an Bedeutung gewinnen. Um sich hierüber gemeinsam auszutauschen, luden das EBZ – Europäisches Bildungszentrum für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft – und der Arbeitgeberverband der Deutschen Immobilienwirtschaft (AGV) am 25. Juni 2020 zu einer Webkonferenz mit Ausbilderinnen, Ausbildern, Personalentwicklerinnen und -entwicklern ein.

Moderator Pascal Hendricks von der EBZ Akademie begrüßte rund 70 Teilnehmende. Die thematische Einführung lieferte EBZ-Vorstand Klaus Leuchtmann. Er widmete sich dem Thema Fachkräftemangel und machte auf Basis verschiedener Untersuchungs- und Umfrageergebnisse deutlich, dass der Fachkräftemangel der Immobilien- und Wohnungswirtschaft noch stärker zusetze als die Corona-Krise. Zwar kann die Branche in Corona-Zeiten als sicherer Arbeitgeber eingestuft werden, dennoch stecke sie weiterhin in der Demografiefalle: So stünden alternden Belegschaften immer weniger Bewerber gegenüber, beispielsweise gelte der Immobilienkaufmann seit Ende 2019 als Engpassberuf: Der Anteil der unbesetzten Stellen in der Branche ist hier nachweislich sprunghaft angestiegen. Es besteht dringender Handlungsbedarf bei den Branchenunternehmen: Wer geeignete Bewerber für sich begeistern möchte, muss sein Profil schärfen und sich als attraktiver Arbeitgeber – und vor allem in Corona-Zeiten – sicherer Arbeitgeber nach außen positionieren. Auf Basis der Branchen- und Arbeitsmarktdaten sei es notwendig, so Leuchtmann, das eigene Personal weiter zu schulen und auszubilden. Dieser Schritt sei erfolgversprechender und günstiger, als auf die externe Rekrutierung beispielsweise durch Headhunter zu setzen.

Corona-Krise verlangt schnelles Handeln

Inwieweit Bildungseinrichtungen in der Corona-Krise ihre Reaktionszeiten beschleunigen und ihren „digitalen“ Kompass neu ausrichten müssen, wurde dann anschaulich. EBZ Berufskolleg, EBZ Akademie und EBZ Business School (FH) berichteten von ihren Erfahrungen der letzten Monate, beginnend mit dem Lockdown am 16. März, und gaben Ausblicke auf das zweite Halbjahr 2020. Untrennbar mit der Krise verbunden ist eine Flut an behördlichen Vorgaben: Das EBZ Berufskolleg hat zum Beispiel am 23. Juni die vierundzwanzigste (!) Corona-Mail aus dem Ministerium für Schule und Bildung NRW zur Umsetzung erhalten.

Auch Anforderungen an Arbeitgeber steigen – von Homeoffice und Telearbeitsplatz

Wie sehr die Digitalisierung in Corona-Zeiten auch den Gesetzgeber fordere, berichteten Prof. Dr. Michael Worzalla und Patricia Will vom AGV. So tue sich der Gesetzgeber mit weithin praktizierten Konzepten wie „Mobiles Arbeiten“ sehr schwer, auch der neue Terminus des „Ortsflexiblen Arbeitens“ stünde arbeitsrechtlich noch vor der Klärung. Die AGV-Vertreter erörterten dann einige der Fragen, die die Corona-Pandemie zur Dringlichkeit gebracht habe. Ein Beispiel: So sei das in der Corona-Pandemie „landläufige“ Homeoffice-Modell – heißt: Der Beschäftigte oder Auszubildende nutzt den vom Arbeitgeber gestellten Laptop zu Hause für Berufs- oder Ausbildungszwecke – eigentlich kein Homeoffice im rechtlichen Sinne. Denn Voraussetzung für einen Homeoffice-Arbeitsplatz – in der Rechtsprechung ist hier von Telearbeitsplatz die Rede – ist zunächst eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Beschäftigen bzw. Auszubildenden. Und dann sollte dieser Arbeitsplatz vom Arbeitgeber gemäß den bestehenden Maßgaben eingerichtet werden. Das sei zu Beginn der Corona-Beschränkungen schlichtweg nicht umsetzbar gewesen. Arbeitgeber sollten jetzt aber die rechtlichen Vorgaben in den Blick nehmen: So sei es angeraten, den Auszubildenden für ein „Homeoffice“ in Coronazeiten in die maßgeblichen Regeln des Arbeitsschutzes und des Datenschutzes einzuweisen, ferner solle eine zumindest rudimentäre Vereinbarung über das Homeoffice und die Ausgestaltung geschlossen und zur Ausbildungsakte genommen werden.

Berufskolleg: Unterstützung in den Betrieben

Vor diesem Hintergrund – dem weiten Feld des Arbeitsrechts – verlangte die Neukonzeptionierung von Unterrichts-, Seminar- und Kursorganisation von Bildungseinrichtungen wie denen des EBZ einen erheblichen Aufwand. Annegret Buch, Leiterin des EBZ Berufskollegs, beschrieb, wie in der Phase nach dem Lockdown der Distanzunterricht, unterstützt von selbst produzierten Lernvideos, aufgrund der vorhandenen und dank Einübung vertrauten digitalen Ausstattung der Schülerinnen und Schüler gut gelang. Hilfreich seien auch die Maßnahmen gewesen, mit der die Schüler, Schülerinnen und die Ausbildenden in den Betrieben unterstützt wurden. Gegenwärtig läuft der Präsenzunterricht von Unter- bis Oberstufen wieder.

Konsequente Digitalisierungsstrategie der Hochschule für Immobilienwirtschaft

Kanzlerin Diana Ewert schilderte die konsequente Digitalstrategie der EBZ Business School (FH): der IT-Ausbau sei vorangetrieben, das Lehrpersonal auf „Online“ geschult, digitale Vorlesungen durchgeführt, mit dem Fernstudium digital + ein neues Studienkonzept entwickelt worden. Diana Ewert strich heraus, dass sich diese Strategie als nachhaltig erweise. Denn so könne die EBZ Business School (FH) ein pünktlich beginnendes und verzögerungsfreies Studium auch im Wintersemester 20/21 garantieren.

Prof. Dr.-Ing. Armin Just, Prorektor für Studium und Lehre, knüpfte hier an und berichtete vom neuen Bachelor-Wirtschaftsingenieur „Energiemanagement für Gebäude und Quartiere“. Dieser Studiengang wurde in der ersten Jahreshälfte akkreditiert und sei eine absolute Marktneuheit und. Hier werde Technik und BWL kombiniert, und gänzlich neu sei, dass die Bilanzgrenze Gebäude verlassen und nun in Quartieren gedacht werde.

Neue Wege der digitalen Didaktik

Stephan Hacke, Teamleiter bei der EBZ Akademie, schilderte, wie die EBZ Akademie, die auf Präsenz- und Inhouse-Formate spezialisiert ist, als Personalentwickler völlig neue Wege der digitalen Didaktik einschlug. Und das mit gutem Erfolg: So wurden bisher 250 Veranstaltungen online durchgeführt und innovative mobile Lernplattformen entwickelt, wie z.B. die Lernapp EBZ 4 U. Als besonders erfolgreich erwies sich die Einführung des Hybrid-Konzepts: Hier werden Veranstaltungen dank einer besonderen technischen Ausstattung gleichzeitig in Präsenz und online zuschaltbar angeboten.

Die Reaktion der Bildungsteilnehmenden auf Hilfe, Unterstützung und die digitalen Angebote des EBZ sind ausnehmend positiv. Ausnehmend positiv fiel auch die Resonanz der Teilnehmenden auf die Webkonferenz aus – so positiv, dass das EBZ dieses Format regelmäßig durchzuführen wird.