25 Jahre InWIS Forschung & Beratung: Jubiläum eines sozialwissenschaftlichen Wegbereiters

Die InWIS Forschung & Beratung GmbH feiert ihr 25‑jähriges Bestehen. Seit 2001 untersucht sie soziale Herausforderungen in der Wohnungswirtschaft – von bezahlbarem Wohnraum bis zur Quartiersstabilisierung. Angesichts wachsender Spannungen auf vielen Wohnungsmärkten gewinnt die sozialwissenschaftliche Analyse zunehmend an Bedeutung.
Wohnen hat sich in den vergangenen Jahren zu einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung entwickelt. Im Fokus stehen zunehmend soziale und sozialräumliche Fragestellungen. Für Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und Kommunen rücken dabei Themen wie bezahlbare Mieten, demografischer Wandel, steigende Pflege- und Unterstützungsbedarfe, Spannungen im Quartier und stabile Nachbarschaften in den Mittelpunkt.
„Die Fragestellungen, mit denen wir konfrontiert werden, haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verschoben“, erklärt Marvin Feuchthofen. „Heute geht es weniger um isolierte Einzelthemen, sondern um komplexe soziale Zusammenhänge, etwa um die Stabilisierung von Quartieren, die Prävention von Vereinsamung oder den Umgang mit finanziellen Belastungen von Mieterhaushalten. Für diese Entwicklungen braucht es belastbare sozialwissenschaftliche Evidenz.“ Prof. Dr. Torsten Bölting ergänzt: „Die aktuellen Herausforderungen sind noch vielschichtiger geworden und haben sich verfestigt: Überalterung, Wohnungs- und Bildungsmangel sowie Migrationsdruck schüren eine allgemeine Verunsicherung in einer ‚erschöpften Gesellschaft‘.“
Entwicklung und Wachstum von InWIS Forschung & Beratung
Gegründet im Jahr 1994 als An-Institut der Ruhr-Universität Bochum, startete InWIS mit einem kleinen Team von fünf Mitarbeiter:innen. Mit der Gründung der InWIS Forschung & Beratung GmbH im Jahr 2001 wurde die institutionelle Basis erweitert. Heute agieren beide Gesellschaften gemeinsam als sozialwissenschaftlicher Think Tank der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft.
Im Laufe der Jahre hat InWIS zahlreiche bedeutende Studien und Forschungsprojekte durchgeführt. Dazu zählen aus der jüngeren Vergangenheit unter anderem die Studie „Überforderte Quartiere – Engagement, Auswege, Lösungen“, die im Auftrag des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. entstanden ist, sowie Forschungs- und Begleitprojekte für das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
In seiner Arbeit richtet InWIS den Fokus konsequent auf zentrale sozialpolitische Herausforderungen des Wohnungsmarktes und richtet seine Forschung gezielt auf diese Fragestellungen aus. Dazu zählen insbesondere Fragen der Bezahlbarkeit, da steigende Mieten und die abnehmende Zahl gebundener Sozialwohnungen immer mehr Haushalte belasten. Gleichzeitig arbeitet das Institut an Lösungen zur Ausweitung des Angebots bezahlbaren Wohnraums, da viele Kommunen flexible und lokal angepasste Strategien benötigen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zugangsgerechtigkeit zu Wohnraum, da bestimmte Bevölkerungsgruppen weiterhin Benachteiligungen und Diskriminierung erfahren. Darüber hinaus analysiert InWIS soziale Folgen wie mietkostenbedingte Armut, Verdrängung und Wohnungslosigkeit und untersucht präventive Ansätze zur Stabilisierung von Quartieren. Auch die Stärkung gemeinwohlorientierter und genossenschaftlicher Wohnmodelle ist ein zentrales Anliegen des Instituts. Ergänzend untersucht das InWIS die sozialen Implikationen des klimagerechten Bauens und Sanierens sowie Fragen der Akzeptanz und Beteiligung im Wohnungsneubau. Insgesamt unterstreicht die Geschäftsführung, dass das InWIS Verantwortung dafür übernimmt, Wohnungs- und Sozialpolitik evidenzbasiert, gemeinwohlorientiert und zukunftsfähig mitzugestalten.
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