Drei Fragen an Michael Heming, Präsident FIABCI Deutschland

Was ist das Ziel von FIABCI, dem ältesten, international tätigen Dachverband der Immobilienwirtschaft?
Ziel ist die internationale Vernetzung. Im Fokus steht, dass sich unsere Mitglieder untereinander kennenlernen. Sie erhalten Zugang zu anderen Kulturen und erfahren mehr über die Arbeitsweise anderer Länder und über inter nationale Best Practices Beispiele. Das macht den Spirit dieses Business Clubs aus. FIABCI ist ein großes Netzwerk weltweiter Freundschaften.

Welche Bedeutung messen Sie der internationalen Vernetzung innerhalb der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft für die Karrierelaufbahn zu?
Die Welt rückt immer näher zusammen und so sind Netzwerke das Gold und Kapital der Zukunft. Wer international vernetzt ist und auf globales Wissen zurückgreifen kann, ist eine wertvolle Fachkraft und erhält einen guten Job. Denn der Mitarbeiter beweist damit, dass er aufgeschlossen ist und über den Tellerrand schauen kann. 

Welche Entwicklungen werden in den internationalen Immobilienmarkt in Zukunft am meisten beeinflussen?
In meinen Augen sind es die Digitalisierung und die Visualisierung. So gibt es bereits virtuelle 360-Grad-Rundgänge durch Immobilien. Der Trend wird dahin gehen, dass Interessenten mit einer VR-Brille eben virtuell durch eine Wohnung gehen und diese besichtigen können. Bei solchen Entwicklungen stellt sich Fachkräften die Frage: Wo ist die Nische, in der ich zukünftig arbeiten werde? Was macht der Computer, was mache ich? Das Arbeiten ändert sich rasant. Und die Zukunft nach Smart Home ist Smart City.
In Zeiten solch rasanter Entwicklungen ist globale Vernetzung enorm wichtig. Durch diese erhält man Wissen über neueste Trends und Innovationen. Keiner darf es sich erlauben, den Anschluss zu verpassen. Wer nicht aufgeschlossen neuen Entwicklungen gegenüber tritt, wird morgen zum alten Eisen gehören – unabhängig vom Alter! Das Studium ist nur eine Eintrittskarte; wichtiger sind das Lebenslange Lernen und die stetige Weiterentwicklung.