Wo Technik, Quartier und Menschen zusammenkommen: Sommerfest der Wohnungswirtschaft 2026 auf dem EBZ-Campus in Bochum

Wie viel Künstliche Intelligenz braucht die Wohnungswirtschaft? Wie wird aus einem Gebäude ein aktiver Teil des Energiesystems? Und was kann die Branche gegen Einsamkeit in Quartieren tun? Beim Sommerfest der Wohnungswirtschaft am 27. August 2026 auf dem EBZ-Campus in Bochum lagen diese Fragen erstaunlich nah beieinander.
Denn die Zukunft der Wohnungswirtschaft entscheidet sich längst nicht mehr nur an Neubauzahlen oder energetischen Standards. Sie betrifft Arbeitsprozesse, Energieversorgung, Nachbarschaften und die Frage, wie Menschen künftig wohnen und zusammenleben. Nach der Begrüßung und kurzen thematischen Einführung durch EBZ-Vorstand Klaus Leuchtmann spannte das fachliche Programm des diesjährigen Sommerfestes diesen Bogen.
KI zwischen Hype und Wirkung

Besonders deutlich wurde das beim Thema Künstliche Intelligenz. Sarah Aldag von syte, Luisa Amberge, Personalleiterin des EBZ, Prof. Dr. Daniel Kaltofen, Rektor der EBZ Business School, und Prof. Dr. Christian Unsöld von der EBZ Akademie diskutierten unter dem Titel „Zwischen Hype und Wirkung: KI strategisch gedacht und gemacht“, wie KI in der Branche tatsächlich Nutzen stiften kann. Dabei ging es nicht nur um Effizienz, sondern auch um Kompetenzen und Verantwortung. Den Blick der jungen Generation brachten die EBZ-Schüler Anastasia Lysenko und Max Brauckmann sowie Thomas Maciejewski, seines Zeichens Lehrer am EBZ Berufskolleg und Medienberater der Bezirksregierung Arnsberg, ein. Im Mittelpunkt standen Fragen danach, wie sich Berufseinstieg und Tätigkeitsprofile verändern und welche Aufgaben auch künftig beim Menschen bleiben.
Intelligente Energiesysteme

Dass Transformation nicht nur digital stattfindet, zeigte der zweite große Themenkomplex. Thomas Olck-Willers von Buderus Deutschland und Sascha Haefs von SCHARR gingen der Frage nach, wie Gebäude stärker Teil eines intelligenten Energiesystems werden können. Hybrid-Heizungen, Sektorkopplung, Photovoltaik, Speicher und Energiemanagement standen dabei ebenso im Fokus wie die Nutzung flexibler Lasten, die Optimierung des Eigenverbrauchs und die „Biotreppe“.
Gegen Einsamkeit in Quartieren

Mindestens ebenso wichtig ist jedoch die soziale Dimension. Prof. Dr. Torsten Bölting und Leonie Gröning von InWIS sowie Anna Heermann von VIVAWEST richteten den Blick auf Quartiere und Nachbarschaften. Ihre Frage: Wie kann die Wohnungswirtschaft Räume schaffen, die Begegnung ermöglichen und Einsamkeit entgegenwirken? Gemeinschaftliche Wohnformen, öffentliche Räume und „Infrastrukturen des Gemeinsamen“ wurden dabei als mögliche Bausteine einer resilienten Quartiersentwicklung diskutiert.
Austausch, Begegnung, Vernetzung beim Treffpunkt der Branche

Das Sommerfest selbst knüpfte genau daran an: an Austausch, Begegnung und Vernetzung. Zahlreiche Entscheiderinnen und Entscheider, Wegbegleiter und Partner der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft kamen auf dem EBZ-Campus zusammen. Unter den Gästen waren auch NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach und Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat.

Veranstaltet wurde das Sommerfest gemeinsam vom EBZ, dem VdW Rheinland Westfalen, dem BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen und dem AGV Arbeitgeberverband der Deutschen Immobilienwirtschaft. Unterstützt wurde die Veranstaltung erneut von Buderus.
Bei bestem Sommerwetter, Musik, Essen und Getränken setzte sich der fachliche Austausch am Abend in entspannter Atmosphäre fort. So wurde das Sommerfest erneut zu einem Treffpunkt einer Branche, die gleichzeitig technischer, digitaler und sozial anspruchsvoller wird – und deren Zukunft davon abhängt, diese Entwicklungen nicht getrennt, sondern gemeinsam zu denken.
