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14. Juni 2019 - Beruf und Chance

Der Facility Manager – welche Schrauben dreht der moderne Manager?

Viele Themen in unserer Arbeitswelt unterliegen dem stetigen Wandel. Begrifflichkeiten verändern sich, neue Anforderungen an Arbeitsplätze entstehen. Dazu gehört auch der Facility Manager - neuer Begriff, neue Aufgaben? Norman Kaul, Facility Management-Trainer, beantwortet uns hierzu einige Fragen.

Norman Kaul

Business und Team Coach (IHK)

Train-the-Trainer (IHK)

Staatlich anerkannter Betriebswirt

Fachwirt für Gebäudemanagement (HWK)

Gebäudeenergieberater (HWK)

Elektrotechnikermeister

Netzwerk- und Systemtechniker (TAW)

 

Lieber Herr Kaul, Sie sind einer unserer Fachtrainer des Zertifikatslehrgangs Fachwirt/in Facility Management (GEFMA). Können Sie kurz beschreiben, was ein Facility Manager grundsätzlich überhaupt macht?

Kaul: Der Gebäudebetrieb wird heutzutage immer komplexer und umfangreicher: Angefangen von den technischen Anforderungen, der kaufmännischen Abwicklung rund um die Immobilie bis hin zum Organisieren der alltäglichen Prozesse und Abläufe sind die Aufgaben eines Facility Managers sehr vielseitig. Die Kernaufgabe ist es, für einen prozessoptimierten und rechtssicheren Betrieb zu sorgen, welchen den Werterhalt der Immobilien berücksichtigt.

Sie selbst unterrichten in dem Zertifikatslehrgang Fachwirt/in Facility Management (GEFMA) am EBZ das Fach „Technisches Gebäudemanagement“. Können Sie kurz erklären, welche Themengebiete umfasst sind?

Kaul: Das Technische Gebäudemanagement umfasst die gängigen Gewerke, welche für den Gebäudebetrieb relevant sind: Heizung, Lüftung, Aufzüge, Sanitär, Brandschutz und Energiemanagement. Wir möchten eine einheitliche Grundlage erarbeiten, so dass jeder in der Lage ist, mit Nachunternehmern oder Dienstleistern zu kommunizieren und ein rechtssicheres Instandhaltungsmanagement aufzubauen.

Wenn ich mich zum/r Fachwirt/in Facility Management (GEFMA) weitergebildet und erfolgreich bestanden habe: welche Möglichkeiten habe ich denn damit am Arbeitsmarkt und welche Tätigkeiten übe ich dann typischerweise aus?

Kaul: Das Facility Management hat in den letzten Jahren in den Unternehmen immer mehr an Geltung gewonnen und einen deutlichen Imagegewinn verzeichnen können. Die Organisationen haben erkannt, dass ein zeitgemäßes Facility Management einen Wettbewerbsfaktor darstellt. Auch attraktive zu betreuende Gebäude sind bei der Gewinnung von neuen Arbeitskräften förderlich. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Gehalt: Eine erfolgreich abgeschlossene Fortbildung hat durchaus positiven Einfluss auf die Gehaltsentwicklung.

Fachwirte für Facility Management (GEFMA) können innerhalb einer Organisation für unterschiedliche Bereiche verantwortlich sein. Zum einen fällt in den Verantwortungsbereich die Übernahme der Betreuung der eigenen Immobilien. Zum anderen ist es im Dienstleistungsbereich erforderlich, die Sekundärprozesse für Fremdfirmen professionell zu unterstützen und zu begleiten.

In beiden Bereichen finden sich viele Quereinsteiger, wie z.B. Elektroniker, Anlagenmechaniker oder auch Industriekaufleute. Hier schafft die Weiterbildung eine ideale Voraussetzung für den Arbeitsmarkt.

Ein häufiges Verständnisproblem mag für außenstehende Quereinsteiger die Abgrenzung zwischen Property und Facility Manager sein. Wie erklären Sie das Ihren Teilnehmern? Welchen Mehrwert kann der Facility Manager einem Unternehmen bringen?

Kaul: Wahrlich ist dies eine häufig gestellte Frage! Aus meiner Sicht hat der Property Manager einen anderen Fokus auf die Liegenschaft und nimmt sich intensiver den kaufmännischen Themen an, auch aus strategischer Sicht.

Der Facility Manager erbringt den Mehrwert für ein Unternehmen, in dem er sich der effektiven und effizienten Ausgestaltung der Sekundärprozesse annimmt. Was eine Verbesserung in den Abläufen darstellt, aber auch von wirtschaftlicher Bedeutung ist.

Nun haben Sie ja unseren ersten Absolventen in diesem Jahr zum bestandenen Abschluss gratulieren können. Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie während des Kurses mit den Teilnehmern sammeln können?

Kaul: Ja, es war eine sehr angenehme Gruppe. Die Teilnehmer kamen mit sehr unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und Erfahrungen in die Weiterbildung. Jeder hatte so sein persönliches Spezialgebiet - von der technischen Ausprägung bis hin zum kaufmännischen Fokus. Durch die vielseitigen Themengebiete der Weiterbildung hat jeder Teilnehmer mal mehr oder weniger seine Erfahrungen einbringen können. Genau hier wurde es spannend, denn durch die Interaktionen konnten alle enorm von den unterschiedlichen Erfahrungen profitieren.

Das EBZ als Bildungseinrichtung der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft hat nun zum ersten Mal den Zertifikatslehrgang Fachwirt Facility Management als zertifizierte Bildungseinrichtung der GEFMA durchgeführt. Welche Erfahrungen haben Sie am und mit dem EBZ gemacht und warum ist eine Weiterbildung dort empfehlenswert?

Kaul: Mich hat es persönlich sehr gefreut, von Anfang an dabei sein zu dürfen und für den technischen Bereich meine Vorstellungen aus der „FM-Praxis“ mit einbringen zu dürfen. Dies bestätigt, dass das EBZ einen großen Wert auf die Praxisnähe legt, welches einen deutlichen Mehrwert für die Teilnehmer bietet. Für mich als ehemaliger Bereichsleiter und Trainer im Facility Management ist dies ein wichtiger Punkt und ich habe immer auf eine gute und offene Zusammenarbeit im und mit dem EBZ bauen können.

 

Auch im nächsten anstehenden Lehrgang wird Herr Kaul wieder für die EBZ Akademie tätig sein und freut sich auf die nächsten Kandidaten.

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Über den Autor

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Stephan Hacke

Teamleiter Qualifizierungsprogramme/Zertifikatslehrgänge, EBZ Akademie

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