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06. September 2021 - Führung, Personalentwicklung

10 Jahre Führungskräfteausbildung an der EBZ Akademie

Im Herbst 2011 wurde das erste Führungskräftetraining der EBZ Akademie mit den beiden Trainerinnen Elke Nippold-Rothes und Marion Rehahn angeboten. Seitdem sind 10 Jahre vergangen – mit insgesamt 29 Durchgängen und über 300 Teilnehmer:innen im offenen Bereich und einer vielfachen Teilnehmer:innen-Anzahl in diversen Inhouse-Projekten. Grund genug in diesem Blog-Artikel auf die Erfolgsgeschichte der letzten Jahre zurückzuschauen. Ein Musterbeispiel dafür, was alles möglich ist, wenn Menschen an eine Sache glauben und mit Leidenschaft an einem Ziel festhalten. 

Wie alles anfing

Vor 10 Jahren hatte die EBZ Akademie wenige Persönlichkeitstrainings im Bildungsprogramm. Es dominierten wohnungswirtschaftliche Fachinhalte. In den wohnungswirtschaftlichen Unternehmen spielte das Thema Führungskräfteausbildung keine große Rolle, insbesondere bei den kleineren und mittleren Unternehmen. Führungskraft wurde häufig, wer über eine hohe Fachkompetenz verfügte bzw. nach langen Jahren an der Reihe war. 

Entsprechend reserviert war die Reaktion, als Elke Nippold-Rothes, damals noch Personalentwicklerin bei der deutschen Annington und mittlerweile stellv. EBZ-Akademie-Leiterin, mit der Idee eines offenen Führungstrainings an uns herantrat. EBZ Kollegen sprachen von einem „Esoterik“-Angebot und auch die Rückmeldungen aus der Branche waren entsprechend verhalten.

Elke Nippold-Rothes ließ sich nicht beirren, entwickelt gemeinsam mit Marion Rehahn das sechstägiges Programm „Führen mit Kraft und Leidenschaft“ und sammelt die ersten Teilnehmer:innen aus ihrem persönlichen Netzwerk ein. So konnte damals im September 2011 der Pilot-Kurs mit 12 Teilnehmer:innen starten. Durch ihr persönliches Engagement und die Qualität des Angebots setzte allmählich ein Empfehlungsmarketing ein, sodass mittlerweile 3-4 Durchgänge pro Jahr an den drei Standorten Düsseldorf, Hamburg/ Hannover und Rhein-Main-Gebiet angeboten werden.

 

Ein Trainingskonzept im Wandel der Zeit

Parallel dazu entwickelt sich ein umfangreiches Inhouse-Angebot rund um das Führungskräftetraining, das volumenmäßig mittlerweile wesentlich größer als das offene Programm ist und von Wohnungsunternehmen exklusiv gebucht wird. Dies alles ist ein sehr schönes Beispiel dafür, was alles möglich ist, wenn man an eine Sache glaubt und seinen Weg mit Kraft und viel Leidenschaft geht. 

 

Grundstruktur der Trainingsreihe „Führen mit Kraft und Leidenschaft“:

Was ist das Besondere an diesem EBZ Führungskräftetraining „Führen mit Kraft und Leidenschaft“

Am besten lassen wir hierzu Elke Nippold-Rothes selbst zu Wort kommen. Im Folgenden ein Auszug aus einem Interview, das sie dem VNW vor einiger Zeit geben hat:

 

Was ist das Besondere an dieser Führungsreihe? 

Dadurch, dass die Teilnehmer ausschließlich aus unserer Branche kommen, können wir an konkreten Beispielen aus dem Arbeitsalltag arbeiten, da die Teilnehmer sofort ein gemeinsames Verständnis über die jeweiligen Rollen und Aufgaben entwickeln. Fachbegriffe und Zusammenhänge müssen nicht erklärt werden und so können wir uns ausschließlich auf die Führungsthemen konzentrieren. Gleichzeitig entstehen hier durch das intensive und vertrauensvolle Miteinander sehr tragfähige Netzwerke auch über die Trainingsreihe hinaus.

 

Mit welcher Erwartung kommen Teilnehmer in Ihr Training?

Zu Beginn denken viele Teilnehmer, dies sei ein normales Seminar, in dem Wissen vermittelt wird. Doch dann merken sie unter Umständen, dass sie sich auch selbst dabei verändern oder erfahren eine Bestätigung für ihr bisher erfolgreiches „Bauchgefühl“ – wunderbar! Führen lernen – das kann (fast…) jeder, der es auch wirklich lernen möchte. Wichtig ist, dass man sich selbst hinterfragen kann. Eine gute Führungskraft verfügt über das Wissen der Instrumente, das Können durch Übung – und vor allem über den Willen, mit Menschen zu arbeiten. 

 

Mit welchen Methoden arbeiten Sie?

Wir arbeiten stark mit Reflexion, erfahrungsbasierten Übungen, theoretischem Input zur Einordnung und Vorbereitung des Transfers in den Führungsalltag sowie kollegialer Beratung. Unsere persönliche Grundlage als Trainer ist ein humanistisches Menschenbild, Wertschätzung für jeden Beitrag und Leidenschaft für diese Themen. Didaktische „Spiele“, wie der „Zauberstab“ oder der „Realitycheck“ sorgen für den Spaß – und den brauchen wir auch, wenn neue Themen/neue Erfahrungen nachhaltig in unserem Gehirn verankert werden sollen. Von dem Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther wissen wir:Neurobiologisch betrachtet, lernt man das am besten, was Freude bereitet“.  

 

Für welche Altersgruppe macht diese Führungsreihe Sinn?

Zu Beginn unserer Führungskräftetrainings dachten wir, dass die Zielgruppe jüngere oder ausschließlich neue Führungskräfte sein würden. Dann waren wir selbst überrascht, dass viele Teilnehmer auch aus älteren Jahrgängen und mit vielen Jahren Führungserfahrung zu uns kamen. Allen war jedoch gemeinsam, dass sie niemals eine solide Führungsausbildung erfahren hatten oder sich jetzt auf eine nächste Führungsebene vorbereiten wollen.

Ein Teilnehmer brachte es in seinem Feedback auf den Punkt: „Hätte ich doch schon zu Beginn meiner Führungslaufbahn ein solches Training erleben dürfen, mir wären viele Schwierigkeiten und Stolperfallen erspart geblieben“. Die Mischung aus erfahrenen und neuen Führungskräften bringt seitdem einen besonderen Mehrwert in die Trainingseinheiten – kollegiale Beratung braucht Erfahrung und frische Blickwinkel. 

Ohne professionelle Führungskräfte werden die anstehenden Transformationen nicht gelingen

Vor dem Hintergrund der anstehenden Transformationsprozesse in den Unternehmen (Klimakrise, Digitalisierung nur als Stichworte) haben die Führungskräfte eine ganz besondere Verantwortung. Sie müssen die Entwicklung des Unternehmens gestalten und ihre Mitarbeiter:innen für diesen Weg befähigen. Nur der beste Fachexperte reicht da nicht mehr, es bedarf eines neuen Rollenverständnisses und einer professionellen Führungsausbildung. Gute Führungskräfte entwickeln Visionen, geben Richtungen und Orientierung vor, erarbeiten gemeinsam mit den Mitarbeitern Sinn und Nutzen der gemeinsamen Arbeit und schaffen die Rahmenbedingungen für die bestmögliche Entfaltung ihrer Mitarbeiter.

Die einzig richtige Führungstheorie oder den einen Führungsstil gibt es nicht. Situative Führung und ein transformationales Führungskonzept bieten jedoch ein sinnvolles Gerüst, bei dem gute Führungskräfte ihre Individualität nicht „verbiegen“ sondern wirksam entwickeln können. Bei allem Blick auf die Besonderheiten unserer Mitarbeiter vergessen wir häufig, dass Führung sich zuallererst auf den Führenden selbst bezieht! Was sind meine persönlichen Stärken, Werte und Ziele, welches Menschenbild habe ich und was erwarten meine Mitarbeiter von mir als Führungskraft, sind daher die ersten Fragen, mit denen sich die Teilnehmer:innen in dem Führungskräftetraining von Elke Nippold-Rothes beschäftigen. 

Nur wer sich selbst führen kann, kann andere führen (Pater Anselm Grün) 

Es bleibt spannend – Führungskräfteausbildung vor neuen Herausforderungen

Die vielen Unternehmen, die in den letzten Jahren regelmäßig ihre Mitarbeiter:innen in das Führungskräftetraining der EBZ Akademie geschickt haben, sind ein schöner Beweis dafür, dass sich die Arbeit und das Engagement von Elke Nippold-Rothes gelohnt haben.

Und neue Herausforderungen warten! Unternehmen wandeln sich immer mehr in hybride Organisationen mit zunehmenden Projekt- und Netzwerkstrukturen. Für Führungskräfte, die aus der klassischen Linienorganisation kommen, sind das noch einmal ganz neue Herausforderung und damit auch für die Führungskräfteausbildung am EBZ.

Deshalb sind ab nächstem Jahr, neben den Grundausbildungen, auch Fresh-ups für alle bisherigen Teilnehmer:innen des Führungskräftetrainings „Führen mit Kraft und Leidenschaft“ geplant.  

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Über den Autor

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Rüdiger Grebe

Bereichsleiter, EBZ Akademie

Wie können Veränderungsprozesse nachhaltig gestaltet werden? Was sind attraktive Beschäftigungsformen? Mit welchen Angeboten können Sie Talente an Ihr Unternehmen binden? Welche Lösungen bietet moderne Personalentwicklung zur Bewältigung der digitalen Transformation? Die besondere Herausforderung liegt für mich in der gemeinsamen Ausgestaltung und Problemlösung dieser Handlungsfelder. Ich freue mich auf Ihre Anfragen.