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Dialog auf Augenhöhe beim EBZ Future Lab

Im Zuge der EBZ-Bildungspartnerschaft lud die EBZ Akademie zum zweiten Mal zur Netzwerkveranstaltung EBZ Future Lab ein. Im Kunstsalon in Köln, einer ehemaligen Kupferschmiede, trafen sich rund 25 Vorstände, Geschäftsführer und Personalverantwortliche der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, um sich über aktuelle Trends im Bereich Personalentwicklung auszutauschen.

Die Teilnehmer sammelten in diesem Jahr ihre Ideen in einem "App Pool".

Die EBZ Akademie, als Teil des Kompetenzzentrums der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft , hat sich zum Ziel gesetzt, die Netzwerke in der Branche weiter zu stärken. „Das EBZ Future Lab, als fester Baustein der Bildungspartnerschaft, ist ein klares Bekenntnis gegenüber unseren Kunden, Bildungsangebote gemeinsam auf Augenhöhe mit der Branche zu entwickeln“, sagt Rüdiger Grebe, Leiter der EBZ Akademie. Anknüpfend an die Inhalte des letzten Jahres, wurde in diesem Jahr der Fokus auf die Themen „Führen von Komplexität“, „New Work“ und „agiles Projektmanagement“ gelegt. Gleichwohl diese Arten der Begrifflichkeit oftmals als reines Marketing abgetan werden, treiben auch diese Themen Personalverantwortliche in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft um . Deshalb stellte die Moderatorin Elke Nippold–Rothes (EBZ) gleich zu Beginn der Veranstaltung die kritische Frage: „Wieviel New Work brauche ich persönlich, mein Unternehmen und die Branche?“.

Diese Frage begleitete die Teilnehmer durch den gesamten Workshop. Antworten suchten die Teilnehmer in einem neuen Workshop-Format: „App Space“. Das futuristisch anmutende Format App Space, der Firma eurosysteam, ist eine Weiterentwicklung des seit 2005 erstmalig abgehaltenen „barcamps“ in Palo Alto (Kalifornien). Die Themen werden von den Teilnehmern auf großen, bunten Post-its aufgeschrieben und im „App Pool“ gesammelt. Eine App kann ein Training, ein Workshop, eine Diskussion oder eine kollegiale Beratung sein. Jede Form der Zusammenarbeit wird ermöglicht. Teilnehmer können im App Space zu Moderatoren oder Trainern werden, und umgekehrt kann ein Trainer auch zum Teilnehmer werden. Die Teilnehmer entscheiden selbstorganisiert, welche Apps in den App Space wandern und wie sie dort umgesetzt werden.

„Diese Methode auf dem EBZ Future Lab erstmalig anzuwenden, war auch für uns ein Experiment – mit sehr erfolgreichem Ausgang. Aufbau von Selbstorganisation, Partizipation, Einführung in agiles Projektmanagement, Arbeiten in Projektstrukturen sowie neue Rekrutierungswege für Auszubildende sind Themen, für die unsere Bildungspartner neue Antworten suchen. Das Interessante hierbei war tatsächlich zu sehen, mit welch hohem Maß an Spaß, Dialogfreude und Kollegialität sich unsere Bildungspartner begegnet sind. Den Netzwerkgedanken lebendig zu erleben, war für mich persönlich eine wirkliche Bereicherung“, berichtet Elke Nippold-Rothes.

Insgesamt wurden an diesem Nachmittag zwölf verschiedene Apps zu den unterschiedlichsten Themen angeboten. Der Vorteil dieser Art der Workshopgestaltung liegt nach Meinung des Organisators Sami Stein (EBZ) eindeutig auf der Themenvielfalt und der Aktivierung der Teilnehmer. „App Space ist ein Format, das wir in Zukunft sicherlich noch in der einen oder anderen Veranstaltung wiederfinden werden. Wenn wir die These ernst nehmen, dass die Komplexität unserer Umwelt zunimmt, dann liegt es auf der Hand, sich dafür zu öffnen, was andere Beteiligte und Kollegen über konkrete Problemstellungen denken und welche Lösungsansätze sie anbieten können. Die Idee des 'Vernetzten Denkens' ist nicht neu, jedoch denke ich, dass sie in Zukunft immer wichtiger wird. Insbesondere dann, wenn einer alleine die Lösung faktisch nicht kennen kann und Menschen freiwillig oder unfreiwillig in Gruppen agieren und gemeinsam Lösungen finden müssen. Denn die Herausforderung besteht dann nicht nur in der Lösung des komplexen Problems – es muss sich gleichzeitig ein Prinzip der Selbstorganisation innerhalb der Gruppe etablieren, damit vernetztes Denken überhaupt stattfinden kann. Somit erhöht sich das Maß der Komplexität in zweierlei Hinsicht. Um dies einzustudieren, ist das Format App Space prädestiniert.“

Die Verbindlichkeit gegenüber den behandelten Themen wurde im Tagesabschluss geschaffen. Dies war die Stunde der Experimente. Die Teilnehmer vereinbarten mit anderen Teilnehmern Themenexperimente, an denen sie nun in Zukunft gemeinsam weiterarbeiten möchten. Was aus den verschiedenen Experimenten geworden ist, wird sich auf dem EBZ Future Lab 2018 zeigen. Die Planungen hierfür laufen bereits.