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Massimo Füllbeck, Fachtrainer der EBZ Akademie

Mit Massimo Füllbeck stellt die EBZ Akademie ab dem 1. Februar 2018 den ersten Fachtrainer ein. Im Fokus seiner Trainerarbeit stehen wohnungswirtschaftliche Themen wie Bewirtschaftung, Vermietung und insbesondere die WEG-Verwaltung. Zum Start haben wir ein kurzes Interview mit Herrn Füllbeck geführt.

Herr Füllbeck, wie sind Sie Immobilienverwalter geworden?   

Füllbeck: Durch meinen Vater, der selbst Immobilienverwalter war und ein Unternehmen hatte, bin ich auf die Immobilienverwaltung aufmerksam geworden. Frühzeitig erkannte ich mein Interesse für die Immobilienwirtschaft und bin jetzt seit knapp 20 Jahren dabei.

Sie sind der erste Fachtrainer, den die EBZ Akademie eingestellt hat -  sind Sie darauf auch ein bisschen stolz oder ist es einfach der Ausdruck von hohem Bildungsbedarf in der Branche?

Füllbeck: Selbstverständlich erfüllt es mich mit Stolz, einer der ersten Fachtrainer am EBZ zu sein. Gerade der hohe Bildungs- und Beratungsbedarf im Bereich der Immobilienverwaltung wird sich durch den jetzt schon vorliegenden Fachkräftemangel immer mehr bemerkbar machen, d. h. für die angehenden Immobilienverwalter müssen vernünftige Bildungskonzepte bereitgestellt werden. Ich freue mich, daran mitzuwirken. 

Welche Veränderungen stellen Sie in den Jahren Ihrer Berufstätigkeit fest?

Füllbeck: Im Laufe der Jahre hat sich viel verändert, insbesondere steigen die Anforderungen der Kunden, aber auch des Gesetzgebers, in allen Bereichen der Immobilienverwalter stetig an. Ohne Kompetenz bzw. Fachkenntnisse kommt ein Immobilienverwalter heute nicht mehr aus.

Ein Blick in die Zukunft: in welchen Feldern sehen Sie den größten Veränderungsdruck für Immobilienverwalter?

Füllbeck: Zunächst einmal muss das vor kurzem verabschiedete Berufszulassungsgesetz überarbeitet werden. Der Beruf des Immobilienverwalters ist m. E. so anspruchsvoll, dass im Bereich der Zugangsvoraussetzungen weitere Nacharbeit erforderlich sein wird.  Die größte Herausforderung ist aber der drohende Fachkräfteengpass. Insbesondere im Bereich der WEG-Verwaltung merkt man heute schon, dass es kaum Bewerber gibt.

Dies hängt u. a. damit zusammen, dass mit den aktuellen Vergütungsstrukturen oftmals nicht das Personal vorgehalten werden kann, welches für eine qualitative und quantitative Verwaltung erforderlich ist, d. h. der Kunde muss begreifen, dass der Immobilienverwalter die Ansprüche nur erfüllen kann, wenn die Dienstleitung auch angemessen vergütet wird. Für mich persönlich wäre es wichtig und schön, wenn der Immobilienverwalter in der Außendarstellung nicht als Hausmeister gesehen wird, sondern als Fachmann und wichtige Vertrauensperson für den Kunden.

Beschreiben Sie sich bitte als Trainer – was können Teilnehmer in Ihren Seminaren erwarten?

Füllbeck: Aufgrund meiner mittlerweile zwanzigjährigen Erfahrung habe ich mir angeeignet das theoretische Wissen mit dem praktischen Wissen erfolgreich zu kombinieren. Die Praxis sieht oft anders aus, als es die Gesetze vorsehen. Das liegt allerdings auch an dem Verständnis und der Erwartungshaltung der Kunden. Ich beschäftige mich auch gerne mit Neuerungen z. B. Rechtsprechungen, neue Aufgaben oder Herausforderungen an die Immobilienverwalter, so dass die Themen in meinen Seminaren stets aktuell vorgetragen und die Teilnehmer aktiv mit einbezogen werden. Diesen Erfahrungsaustausch fordere und fördere ich in besonderem Maße, schließlich ist der Austausch unter Gleichgesinnten häufig der wichtigste Faktor von Bildungsveranstaltungen.