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20. September 2019 - Branchentrends
Die Suche nach den richtigen Mitarbeitern in der Wohnungswirtschaft gestaltet sich zu-nehmend schwieriger. Umso wichtiger wird die richtige Positionierung als attraktiver Ar-beitgeber. Welche Faktoren die entscheidenden sind, zeigt das wissenschaftlich erarbeitete Arbeitgeberattraktivitätsmodell der EBZ Akademie.

Was macht einen attraktiven Arbeitgeber in der Wohnungswirtschaft aus? – Das EBZ Arbeitgeberattraktivitätsmodell

Die Suche nach den richtigen Mitarbeitern in der Wohnungswirtschaft gestaltet sich zunehmend schwieriger. Umso wichtiger wird die richtige Positionierung als attraktiver Arbeitgeber. Welche Faktoren die entscheidenden sind, zeigt das wissenschaftlich erarbeitete Arbeitgeberattraktivitätsmodell.

Die Notwendigkeit einer Arbeitgeberattraktivität

Wohnungsunternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, für alle Positionen im Unternehmen die richtigen Mitarbeiter zu finden. Gründe hierfür sind die demografische Entwicklung sowie die gestiegenen Ansprüche auf Seiten der Unternehmen und der Bewerber. Insbesondere ist es schwierig Mitarbeiter in den Bereichen Technik, Rechnungswesen und IT zu akquirieren. Zahlreiche Branchenerhebungen aus den letzten Jahren bestätigen dies eindrucksvoll (z.B. Befragung der EBZ Akademie 2017).

Das ist eine echte Herausforderung, denn fehlende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schöpfen keine Werte und reduzieren zudem die Wertschöpfung der Kolleginnen und Kollegen, die die fehlenden Kapazitäten kompensieren müssen. Darum besteht die Notwendigkeit, dass sich auch Unternehmen der Wohnungswirtschaft als attraktive Arbeitgeber am Arbeitsmarkt positionieren, um eine Voraussetzung für die Rekrutierung neuer Fachkräfte und die Bindung erforderlicher Talente zu schaffen. Hierfür müssen die Unternehmen die Besonderheiten der eigenen Arbeitsbedingungen kennen und sie müssen die Präferenzen der relevanten Zielgruppen kennen, für die man attraktiv sein will, um relevante Attraktivitätsfaktoren zu definieren.

EBZ-Arbeitgeberattraktivitätsmodell für die Wohnungswirtschaft

Um Unternehmen der Wohnungswirtschaft die Definition der eigenen Arbeitgeberattraktivität zu erleichtern, hat die EBZ Akademie zusammen mit Prof. Dr. Armutat von der FH Bielefeld ein wissenschaftlich fundiertes Arbeitgeberattraktivitätsmodell entwickelt, das die arbeitsbezogenen Besonderheiten von Unternehmen der Wohnungswirtschaft bündelt und dabei aktuelle Präferenzen von Mitarbeitern und Kandidaten zugrunde legt. Das Modell basiert auf 8 Attraktivitätstreibern, die sich aus jeweils 4 branchenspezifischen Attraktivitätsfaktoren speisen. Die branchenspezifischen Attraktivitätsfaktoren wurden im Rahmen eines mehrstufigen qualitativen Forschungsprozesses identifiziert, dem Literaturanalysen und Workshops mit Mitarbeitern aus der Branche zugrunde lagen.

Zentrale Ergebnisse der EBZ-Arbeitgeberattraktivitätsstudie Wohnungswirtschaft

Auf Basis des EBZ-Arbeitgeberattraktivitätsmodells haben wir im Sommer 2019 eine breit angelegte Befragung von 831 MitarbeiterInnen aus der Wohnungswirtschaft durchgeführt. Die zentralen Ergebnisse der Befragung sind folgende:

  1. Für die Beurteilung der Arbeitgeberattraktivität sind die Unternehmenskultur und die Wertschätzung durch die Arbeitgeber bei allen Mitarbeitergruppen die Top-Faktoren.
  2. Arbeitsplatzsicherheit, gepaart mit flexiblen Arbeitszeiten sind weitere wichtige Faktoren für die Beurteilung eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber.
  3. Insbesondere junge MitarbeiterInnen, die aus anderen Branchen kommen, haben einen hohen Anspruch an inspirierende Führungskräfte und ein modernes Führungsverständnis - jüngere MitarbeiterInnen interessiert ebenso die individuelle Entwicklung.
  4. Den dringend benötigten Experten aus anderen Branchen, wie z.B. Bauingenieuren und ITlern sind das Gehalt, projektorientiertes Arbeiten und gute Führung wichtig.
  5. Dynamik, Veränderung und Innovation werden bei den langjährigen Mitarbeitern eher weniger wichtig eingeschätzt, positiver ist der Wert bei Führungskräften, neuen Mitarbeitern aus anderen Branchen und bei Auszubildenden. 

Befragungsergebnisse 2019 des EBZ Arbeitgeberattraktivitätsmodells im Überblick

 

Die detaillierten Befragungsergebnisse mit einer Aufschlüsselung nach unterschiedlichen Funktionen im Unternehmen, Rollen, Alter, Branchenzugehörigkeit u.a. werden an dieser Stelle zeitnah in einem Whitepaper veröffentlicht.

 

 

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Über den Autor

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Rüdiger Grebe

Bereichsleiter, EBZ Akademie

Wie können Veränderungsprozesse nachhaltig gestaltet werden? Was sind attraktive Beschäftigungsformen? Mit welchen Angeboten können Sie Talente an Ihr Unternehmen binden? Welche Lösungen bietet moderne Personalentwicklung zur Bewältigung der digitalen Transformation? Die besondere Herausforderung liegt für mich in der gemeinsamen Ausgestaltung und Problemlösung dieser Handlungsfelder. Ich freue mich auf Ihre Anfragen.