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29. Juli 2019 - Branchentrends
Mitte Juli 2019 ist der Pilot zur Anwendung der Methode Working out Loud (WOL) beim EBZ gestartet. Nun fragen sich viele, genauso wie die eingeladenen Mitarbeiter zunächst auch: Was ist WOL?

EBZ goes WOL – Voneinander und miteinander lernen

Mitte Juli 2019 ist der Pilot zur Anwendung der Methode Working out Loud (WOL) beim EBZ gestartet. Nun fragen sich viele, genauso wie die eingeladenen Mitarbeiter zunächst auch: Was ist WOL?

Wie genau funktioniert WOL?

Die Methode wurde erstmals von dem IT-Spezialisten Bryce Williams in seinem Blog formuliert. Demzufolge ist WOL das Ergebnis aus sichtbarer Arbeit und dem Bericht über die eigene Arbeit. Es geht dabei also nicht nur darum, Ergebnisse anderen zugänglich zu machen, sondern diese auch mit anderen zu teilen.

WOL ist relativ einfach gestaltet und funktioniert mit nur wenigen Regeln. Diese lauten wie folgt: Es bilden sich sogenannte Circles, die aus vier bis fünf Personen bestehen. Jeder Teilnehmer dieses Circles setzt sich sein eigenes Lernziel, das er mit der Unterstützung der anderen Teilnehmer erreichen möchte. Dieses Ziel kann ein Ziel aus dem Arbeitskontext sein oder ein persönliches für das die Person sich Unterstützung wünscht. Dafür hat die Gruppe insgesamt zwölf Wochen Zeit und tauscht sich wöchentlich eine Stunde über ihre Ergebnisse aus. Zur Vorbereitung und Konkretisierung des eigenen Ziels sowie für die Treffen in den zwölf Wochen werden den Gruppen Circle Guides zum Download zur Verfügung gestellt. Diese enthalten Anleitungen mit Leitfragen für jedes Treffen.

Das sind auch schon alle Regeln. Es gilt nun: Starten! In der Durchführung werden die fünf Elemente, auf denen WOL basiert, erlebbar. Durch die Methode hat jeder einzelne die Chance, ein soziales Netz aufzubauen, die eigene Arbeit sichtbar werden zu lassen und zu verbessern, großzügige Beiträge zu leisten sowie in einer Gruppe zielgerichtet zusammenzuarbeiten.

Warum WOL beim EBZ?

Um die Frage zu beantworten, warum das EBZ ausgerechnet diese Methode ausprobiert, hilft die Aussage von John Stepper:

„WOL ist eine einfache Methode, um relevante Arbeitsbeziehungen aufzubauen, die dabei helfen, ein Ziel zu erreichen oder neue Themen zu entdecken.“

Ähnlich wie alle Wohnungsunternehmen, befindet sich das EBZ in einer VUCA-Umgebung, in der die Entwicklungen immer mehr, schneller, komplexer und unsicherer werden. Um diese Herausforderungen zu meistern sind neben lebenslanges Lernen vor allem Netzwerke von entscheidender Bedeutung. Diese unterstützen darin, bessere Ergebnisse zu erzielen und neue Themen zu initiieren.

Der Austausch zwischen den Bereichen in der EBZ kann durch diese Methode weiter optimiert werden. In dem Pilot starten zwei Bereiche des EBZ: Die Akademie und die Business School möchten untereinander einen besseren Austausch durch WOL erreichen. Jetzt fragen sich bestimmt einzelne Leser: Warum wird die Methode nur in diesen beiden Bereichen ausprobiert und nicht gleich im gesamten Haus? Zum einen ist es deutlich einfacher, einzelne Bereiche für ein solches Experiment zu gewinnen und Erfahrungswerte zu sammeln. Zum anderen bestehen zwischen beiden Bereichen große, noch zu wenig genutzte Potenziale: Je besser ein Bildungsreferent der Akademie weiß, mit welchen Themen sich die EBZ Business School befasst, umso besser können aktuelle Themen und Experten in Veranstaltungen eingebunden werden. Andersherum gilt jedoch auch, umso mehr Informationen und Kontakte die Business School durch die Akademie erhält, desto besser können neue Forschungsprojekte erschlossen und Praxispartner gefunden werden.

WOL ermöglicht es, neue Kontakte zu knüpfen, diese in das eigene Netzwerk zu integrieren, motivierter zu arbeiten und durch die externen Impulse bessere Ergebnisse zu erzielen. Davon profitieren beide Seiten: Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Natürlich klingt dies theoretisch super, aber ist auch an eine große Voraussetzung geknüpft: Freiwilligkeit. Die Teilnehmer müssen sich freiwillig auf die Methode einlassen, um den Mehrwert zu erkennen. Nur mit Freiwilligkeit gehen Offenheit und Neugierde neuen Menschen sowie Themen gegenüber einher.

Wie ist der Ablauf von WOL beim EBZ?

Die spannende Frage auch für alle Teilnehmer des Piloten ist nun: Wie ist die Methode im EBZ geplant?

Bei der Kick-Off Veranstaltung haben sich ca. 20 Teilnehmer freiwillig zu möglichst bereichsübergreifenden Circles zusammengefunden. In jeder Gruppe ist eine Person mit der Terminfindung beauftragt worden und versucht die organisatorischen Absprachen zu regeln. Jede Gruppe vereinbart untereinander, wann sie sich in welcher Form treffen. Hierbei gibt es Gruppen, die sich direkt zu Beginn des Tages, in der Mittagspause oder in den Abendstunden virtuell treffen.

Die ersten Gruppen starten Ende Juli und dann gilt es dran zu bleiben sowie Erfahrungen zu sammeln.

Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und berichten zu gegebener Zeit über unsere Erfahrungen.

 

 

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Über den Autor

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Bianca Skottki

Bildungsreferentin EBZ Akademie

„Lernen bedeutet Veränderung. Es erfolgt im Tun und zusammen mit anderen Menschen. Sie beim Lernen zu unterstützen ist mein Ziel.“