Europäisches Bildungscentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft EBZ
 EBZ Aktuell

Einen leibhaftigen Minister erlebt man als Student nicht alle Tage. Am Freitag, 5. Februar 2010, hat der Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Lutz Lienenkämper, höchstpersönlich eine Vorlesung an der EBZ Business School in Bochum-Springorum gehalten. Minister Lienenkämper referierte über zukünftige Anforderungen an die Stadtentwicklung und hob dabei insbesondere die Bedeutung der Bildungsinfrastruktur hervor.

 

Die private Hochschule, die duale Studiengänge im Bereich Betriebswirtschaft und Immobilienwirtschaft anbietet, wurde vom Minister als Beispiel dafür genannt, wie Städte über Bildung einen Beitrag für Innovation und Wirtschaftsentwicklung leisten können. „Bildung ist ein zentraler Standortfaktor und hat entscheidende Bedeutung dafür, ob es uns gelingen wird, unsere Ziele zu erreichen. Auch deswegen bin ich erfreut und beeindruckt, wie viel die EBZ Business School seit ihrer Gründungsfeier im Dezember 2008 bereits erreicht hat.“

 

Der Minister besuchte die private Fachhochschule, um sich aus erster Hand ein Bild von der Qualität der Lehre und der Kompetenz der Lehrenden zu machen. Die EBZ Business School wurde erst 2008 gegründet und bietet berufsbegleitende Management-Studiengänge für zukünftige Führungskräfte von Wohnungs- und Immobilienunternehmen an. Sie ist in dieser Form einzigartig in Deutschland und wird von mehreren immobilienwirtschaftlichen Fachverbänden und überregional tätigen Unternehmen getragen, die ihren Nachwuchs auf leitende Aufgaben vorbereiten wollen.

 

Weil Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, sich zum Zeitpunkt von Lienenkämpers Besuch ebenfalls im EBZ befand, ergab sich noch die Gelegenheit für ein Gespräch unter acht Augen: Der EBZ-Vorstandsvorsitzende und Kanzler der EBZ Business School Klaus Leuchtmann sowie Rektor Prof. Dr. Volker Eichener informierten die Gäste über den augenblicklichen Stand der Entwicklung, die Berufung neuer Professoren und die weiteren Entwicklungsperspektiven des Hauses.

 

Im Rahmen seines Besuches hatte Lienenkämper unter anderem zugesagt, einen Vortrag zum Thema Stadtentwicklung zu halten. In ihm spannte der Minister einen weiten Bogen: „Schrumpfungs- und Wachstumsprozesse finden in unserem Bundesland in enger Nachbarschaft statt“, so Lienenkämper. „Das stellt auch eine Chance dar, schon heute die Weichen für die Entwicklung zu stellen, die unsere Städte in den kommenden zehn, zwanzig und dreißig Jahren erleben werden.“ Volker Eichener zeigte sich als Hochschul-Mann gleich doppelt von der Vorlesung des Bauministers beeindruckt: „Sie, Herr Minister, haben uns begeistert, weil Sie die politische Agenda auf der Basis von Forschungserkenntnissen entwickelt haben. Und Sie haben auf den Stellenwert guter Bildungseinrichtungen als Standortfaktor für Quartiere und Städte hingewiesen.“

 

Der Minister hatte in seiner Vorlesung hervorgehoben, wie wichtig Baukultur, Aufenthaltsqualität und eine urbane Infrastruktur für die Entwicklung der Städte sind. Lienenkämper forderte einen „Pakt für Infrastruktur“. Auf die Frage seitens der Studierenden, wie angesichts der klammen Haushaltslage Investitionen in Infrastruktur zu finanzieren seien, antwortete der Minister: „Wir müssen den Finanzpolitikern vorrechnen, dass Investition in die Infrastruktur so viele volkswirtschaftliche Folgeeffekte für Bauwirtschaft, Handwerk und Gewerbe haben, dass die Fördergelder durch erhöhte Steuereinnahmen um ein Vielfaches ausgeglichen werden.“ Zum Abschluss seiner Vorlesung und einer anschließenden halbstündigen Diskussion erhielt der Bau- und Verkehrsminister viel Applaus von den Studierenden.

 



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Minister Lienenkämper und die Studierenden der EBZ Business School

Treffen im EBZ: Rychter, Leuchtmann, Lienenkämper, Eichener


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