Europäisches Bildungscentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft EBZ
 EBZ Aktuell

Vom 12. bis zum 16. Januar trafen sich in Essen Unternehmen und Entscheider aus Hochbau, Ausbau und Tiefbau. Unter der Schirmherrschaft des Bundesbauministeriums präsentieren rund 650 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen, verteilt auf zwölf Messehallen.

 

Das EBZ hat die Gelegenheit dazu genutzt, dem Nachwuchs der Branche einen besonderen Platz auf der Messe zu verschaffen: Der 14. Januar stand ganz im Zeichen des EBZ-Juniorentreffs. Es fanden für die Schüler des EBZ Berufskollegs und die Studierenden der EBZ Business School, geführte Rundgänge durch die Messehallen statt und parallel dazu kamen im Saal "Deutschland" erfahrene Vertreter der Wohnungswirtschaft zu Wort.

 

"Wie viele von ihnen kennen denn den Verbrauch ihres PKW?" Diese Frage richtete Klaus Leuchtmann in seiner Begrüßung an die über 500 Teilnehmer. Viele Hände gingen in die Höhe. Also setzte Leuchtmann nach: "Und wie viele von ihnen kennen den Verbrauch ihrer Wohnung?" Nun war die Zahl derjenigen, die sich noch meldeten, schon deutlich geringer. Also appellierte Leuchtmann an seine Zuhörer: "Seien sie Innovationsmotor, eignen sie sich technisches Wissen an. Für ihren Beruf war es noch nie so wichtig wie heute."

 

Das bestätigten auch die anderen Vortragenden. Prof. Dr.-Ing. Manfred Hegger stellte anschaulich dar, welches massive Einsparpotenzial hinter verschiedenen Energiequellen auf seine Entdeckung wartet. Die TU Darmstadt, an der Hegger lehrt, ist eine von nur zwei europäischen Universitäten, die den Sprung in den internationalen Wettbewerb "Solar Decathlon" des U.S.-Energieministeriums geschafft haben. Unter Heggers Leitung hat die Universität nun bereits zweimal den begehrten ersten Preis in diesem Wettbewerb errungen. Von seinen Zuhörern, die durchaus schon gelernt haben kritisch nachzufragen, musste er sich die Frage gefallen lassen, wie hoch die Kosten für das entsprechende Haus gewesen seien. "Die lagen bei 660.000 Euro", stellte Hegger fest. "Aber im Automobilbereich liegen die Kosten für einen Prototyp sogar schnell im Milliardenbereich." Das bedeute jedoch nicht, dass sich ein Design auf dem Massenmarkt nicht zu günstigeren Preisen umsetzen lasse.

Dr. Bernd Hunger vom GdW rief seine Zuhörer dazu auf, stolz auf die Wohnungsversorgung in Deutschland zu sein. Jüngst habe auch die Aufnahme der Berliner Siedlungen der Moderne ins Unesco-Weltkulturerbe gezeigt, welche Qualität der deutsche Mietwohnungsbau traditionell besitze.

Und Dieter Cordes, Geschäftsführer der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH, stellte ein Modell vor, das den Kunden Strom- und Multimediaversorgung aus einer Hand bietet.

 

Was alle Vorträge klar zeigten: Immobilienkaufleute und erst recht die kommenden Führungskräfte müssen genau wissen, was heute technisch machbar ist und was in einigen Jahren technisch machbar sein wird. Der EBZ-Juniorentreff hat hoffentlich dazu beigetragen, dieses Bewusstsein zusätzlich zu schärfen.

 

NRW-Wirtschaftsministerin besuchte Messestand

 

Hohen Besuch erhielt der DEUBAU-Auftritt des EBZ am Nachmittag des 14. Januar: Klaus Leuchtmann hatte Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, eingeladen.

 

Die Ministerin informierte sich ausführlich über die Entwicklung des EBZ und die Gründung der EBZ Business School - Themen, die ihr besonders wichtig sind, da sie bis 1998 im Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau als Staatssekretärin tätig und danach maßgeblich am Aufbau des Regionalverband Ruhr beteiligt war. In ihren Augen ist die Gründung einer wohnungs- und immobilienwirtschaftlichen Hochschule am Wissensstandort Bochum daher ein echter Zugewinn für die Stadt.



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12 Messehallen, 700 Aussteller

EBZ-Juniorentreff

Ministerin Thoben am EBZ-Stand

Pionier Manfred Hegger

Dr. Bernd Hunger, GdW


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